1% Regelung - geldwerter Vorteil

Was bedeutet die 1% Regel beim e-Bike / Fahrrad? Was hat es mit der neuen 0% bzw. 0,5% Regelung für Fahrräder/Elektrofahrräder ab 01.01.2019 auf sich?

1% Regelung beim e-Bike Fahrrad

Das schöne am e-Bike Leasing ist, dass Mitarbeiter, die Ihr e-Bike über die Firma leasen, ihr Bike auch unbeschränkt privat nutzen dürfen! Überlässt der Arbeitgeber dem Mitarbeiter ein Fahrrad oder Pedelec, muss dieser den geldwerten Vorteil, den er aus der privaten Nutzung zieht, versteuern. Dies gilt jedoch nur, wenn der Mitarbeiter sich an den Kosten per Gehaltsumwandlung beteiligt. Falls der Arbeitgeber alle Kosten übernimmt, zahlt der Mitarbeiter seit 01.01.2019 0% für den geldwerten Vorteil (bei neu abgeschlossenen Verträgen).

 

Folgender Erlass vom 23. November 2012 der obersten Finanzbehörden der Länder regelt die Versteuerung: „Nach § 8 Absatz 2 Satz 8 EStG wird hiermit als monatlicher Durchschnittswert der privaten Nutzung (einschließlich Privatfahrten, Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte und Heimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung) 1 % der auf volle 100 Euro abgerundeten unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, Importeurs oder Großhändlers im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrads einschließlich der Umsatzsteuer festgesetzt. Die 44 € Freigrenze für Sachbezüge nach § 8 Absatz 2 Satz 9 EStG ist nicht anzuwenden.“. Ein 1999 € inkl. Mwst. e-Bike würde also zu 19 € geldwertem Vorteil pro Monat führen.

 

NEUIGKEITEN für alle Verträge die zwischen 01.01.2019 - 31.12.2021 abgeschlossen werden, gemäß Erlass der obersten Finanzbehörden der Länder zur Steuerlichen Behandlung von (Elektro)- Fahrrädern:

 

Erlass der obersten Finanzbehörden zur steuerlichen Behandlung von (Elektro)- Fahrrädern
2019-03-13-Steuerliche-Behandlung Elektr
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Es gibt folgende 0% Ausnahme vom 01.01.2019 - 31.12.2021: Sollte der Arbeitgeber die Leasingrate komplett übernehmen und nicht vom Gehalt abziehen, dann ist der geldwerte Vorteil steuerfrei - es gilt dann die 0% Regelung.

 

Es gibt folgende 0,5% Ausnahme vom 01.01.2019 - 31.12.2021: Sollte sich der Arbeitnehmer an den Kosten per Gehaltsumwandlung beteiligen, versteuert er lediglich 0,5% und nicht mehr 1% als geldwerten Vorteil.

 

 

Bei Selbstständigen geht die 0% Regelung vom 01.01.2019 - 31.12.2021 sogar noch weiter. Sie fahren immer steuerfrei, sofern das e-Bike dem Betriebsvermögen zugerechnet werden kann bzw. die Firma die Leasingrate zahlt.

Die Dienstradregelung behandelt Fahrräder und Pedelecs gleich. Eine Ausnahme bilden jedoch S-Pedelecs (45 km/h), da sie unter die Kategorie der „Kraftfahrzeuge“ fallen. Im Prinzip zählt hier das gleiche „Firmen-Rad“ Prinzip wie beim Fahrrad oder Pedelec, jedoch mit dem folgenden Unterschied: Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz werden als zusätzlicher geldwerter Vorteil betrachtet und mit 0,03 Prozent des Brutto-Listenpreises pro Entfernungskilometer auf das Bruttogehalt aufgeschlagen.
Ab dem 01.01.2019 - 31.12.2019 fallen die S-Pedelecs, genau wie Elektroautos, unter die 0,5% Regelung. Es muss also nicht mehr 1% vom UVP als geldwerter Vorteil versteuert werden, sondern nur noch die Hälfte.

Sie sind Arbeitnehmer und möchten ein e-Bike leasen? 

Unter e-Bike Leasing für Arbeitnehmer finden Sie den Leasingrechner und können sich ein unverbindliches Angebot einholen!

Warum und wann entsteht ein geldwerter Vorteil?

Geldwerter Vorteil beim e-Bike Fahrrad

Ein geldwerter Vorteil ist ein Sachbezug, Naturallohn oder eine Einnahme, die nicht in Geld besteht. Sie wird vom Arbeitgeber an den Arbeitnehmer gewährt. Der bekannteste "geldwerte Vorteil", den die Leute kennen, ist der Dienstwagen, der auch für die private Nutzung überlassen wird. 

 

Beim e-Bike Leasing ist in fast allen Fällen auch eine private Nutzung vorgesehen. Daher entsteht auch hier ein geldwerter Vorteil. Ob eine private Nutzung vorgesehen und erlaubt ist, regelt der Arbeitgeber im Überlassungsvertrag des e-Bikes mit dem Mitarbeiter. Hier sollte ausdrücklich definiert sein, ob eine private Nutzung vorgesehen ist. Sollte dies so sein, muss der Mitarbeiter den geldwerten Vorteil mit 1% monatlich versteuern. Dient das e-Bike rein für berufliche Zwecke (z.B: Kurierfahrten, Kundenbesuche), entsteht kein geldwerter Vorteil und somit muss der Mitarbeiter das e-Bike / Fahrrad auch nicht mit 1% versteuern. 

 

Es gibt jedoch folgende 0% Ausnahme vom 01.01.2019 - 31.12.2021: Sollte der Arbeitgeber die Leasingrate komplett übernehmen und nicht vom Gehalt abziehen, dann ist der geldwerte Vorteil steuerfrei - es gilt dann die 0% Regelung. Sollte der Arbeitnehmer sich an den Kosten beteiligen zählt die 0,5% Regelung.

 

Bei Selbstständigen geht die 0% Regelung vom 01.01.2019 - 31.12.2021 sogar noch weiter. Sie fahren immer steuerfrei, sofern das e-Bike dem Betriebsvermögen zugerechnet werden kann bzw. die Firma die Leasingrate zahlt.

 

Sollte der Mitarbeiter, das Fahrzeuge nach Ablauf der Leasingdauer privat vom Händler unter dem steuerlich angesetzten Marktpreis kaufen, kann ein weiterer geldwerter Vorteil entstehen der einmalig versteuert werden muss. 

Erlass der Finanzbehörden - e-Bike & Fahrrad steuerlich absetzen

e-Bikes und Fahrräder steuerlich absetzen

Die steuerliche Behandlung von (Elektro)-Fahrrädern, die vom Arbeitgeber den Mitarbeitern überlassen werden, wurde am 13.03.2019 wie folgt angepasst:

2019-03-13-Neuer Erlass Steuerliche Behandlung Elektrofahrräder
2019-03-13-Neuer Erlass Steuerliche Beha
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Überlässt der Arbeitgeber oder auf Grund des Dienstverhältnisses ein Dritter dem Arbeitnehmer ein betriebliches Fahrrad zur privaten Nutzung, gilt vorbehaltlich der Regelung des § 3 Nummer 37 EStG für die Bewertung dieses zum Arbeitslohn gehörenden geldwerten Vorteils Folgendes:

1. Nach § 8 Absatz 2 Satz 10 EStG wird hiermit als monatlicher Durchschnittswert der privaten Nutzung (einschließlich Privatfahrten, Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte sowie Fahrten nach § 9 Absatz 1 Satz 3 Nummer 4a Satz 3 EStG und Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung) 1 % der auf volle 100 Euro abgerundeten unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, Importeurs oder Großhändlers im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrads einschließlich der Umsatzsteuer festgesetzt.

 

2. Überlässt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer das betriebliche Fahrrad erstmals nach dem 31. Dezember 2018 und vor dem 1. Januar 2022, wird als monatlicher Durchschnittswert der privaten Nutzung (einschließlich Privatfahrten, Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte sowie Fahrten nach § 9 Absatz 1 Satz 3 Nummer 4a Satz 3 EStG und Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung) 1 % der auf volle 100 Euro abgerundeten halbierten unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, Importeurs oder Großhändlers im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrads einschließlich der Umsatzsteuer festgesetzt. In diesen Fällen kommt es nicht auf den Zeitpunkt an, zu dem der Arbeitgeber dieses Fahrrad angeschafft, hergestellt oder geleast hat. Wurde das betriebliche Fahrrad vor dem 1. Januar 2019 vom Arbeitgeber bereits einem Arbeitnehmer zur privaten Nutzung überlassen, bleibt es bei einem Wechsel des Nutzungsbe- - 2 - rechtigten nach dem 31. Dezember 2018 für dieses Fahrrad bei den Regelungen der Rdnr. 1 und die Regelungen dieser Randnummer sind nicht anzuwenden.

 

3. Die Freigrenze für Sachbezüge nach § 8 Absatz 2 Satz 11 EStG ist weder bei Anwendung der Rdnr. 1 noch bei Anwendung der Rdnr. 2 anzuwenden.

 

4. Gehört die Nutzungsüberlassung von Fahrrädern zur Angebotspalette des Arbeitgebers an fremde Dritte (z. B. Fahrradverleihfirmen), kann der geldwerte Vorteil auch nach § 8 Absatz 3 EStG ermittelt und der Rabattfreibetrag in Höhe von 1.080 Euro berücksichtigt werden, wenn die Lohnsteuer nicht nach § 40 EStG pauschal erhoben wird.

 

5. Die vorstehenden Regelungen gelten auch für Elektrofahrräder, wenn diese verkehrsrechtlich als Fahrrad einzuordnen (u. a. keine Kennzeichen- und Versicherungspflicht) sind. 6 Ist ein Elektrofahrrad verkehrsrechtlich als Kraftfahrzeug einzuordnen (z. B. gelten Elektrofahrräder, deren Motor auch Geschwindigkeiten über 25 Kilometer pro Stunde unterstützt, als Kraftfahrzeuge), ist für die Bewertung des geldwerten Vorteils § 8 Absatz 2 Sätze 2 bis 5 i. V. m. § 6 Absatz 1 Nummer 4 Satz 2 EStG anzuwenden. 7 Dieser Erlass ergeht mit Zustimmung des Bundesministeriums der Finanzen und im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der anderen Länder. Er ersetzt den Erlass vom 23. November 2012 (BStBl I S. 1224) und ist erstmals für das Kalenderjahr 2019 anzuwenden. Dieser Erlass wird im Bundessteuerblatt Teil I veröffentlicht.

Die steuerliche Behandlung der Überlassung von Elektrofahrrädern und Fahrrädern als Dienstrad wurde erstmalig am 23. November 2012 von den obersten Finanzbehörden der Länder geregelt. Folgende Regelung wurde damals festgelegt: Man kann man e-Bikes und Fahrräder offiziell von der Steuer absetzen und den geldwerten Vorteil bei privater Nutzung über die 1 Prozent Regel versteuern. 

Gleichlautende Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder

 

Steuerliche Behandlung der Überlassung von (Elektro-)Fahrrädern

 

Vom 23. November 2012

 

Überlässt der Arbeitgeber oder auf Grund des Dienstverhältnisses ein Dritter dem Arbeitnehmer ein Fahrrad zur privaten Nutzung, gilt für die Bewertung dieses zum Arbeitslohn gehörenden geldwerten Vorteils Folgendes:

 

Nach § 8 Absatz 2 Satz 8 EStG wird hiermit als monatlicher Durchschnittswert der privaten Nutzung (einschließlich Privatfahrten, Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte und Heimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung) 1 % der auf volle 100 Euro abgerundeten unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, Importeurs oder Großhändlers im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrads einschließlich der Umsatzsteuer festgesetzt. Die Freigrenze für Sachbezüge nach § 8 Absatz 2 Satz 9 EStG ist nicht anzuwenden.

 

Gehört die Nutzungsüberlassung von Fahrrädern zur Angebotspalette des Arbeitgebers an fremde Dritte (z. B. Fahrradverleihfirmen), ist der geldwerte Vorteil nach § 8 Absatz 3 EStG zu ermitteln, wenn die Lohnsteuer nicht nach § 40 EStG pauschal erhoben wird. Bei Personalrabatten ist der Rabattfreibetrag in Höhe von 1.080 Euro zu berücksichtigen.

 

Die vorstehenden Regelungen gelten auch für Elektrofahrräder, wenn diese verkehrsrechtlich als Fahrrad einzuordnen (u. a. keine Kennzeichen- und Versicherungspflicht) sind.

 

Ist ein Elektrofahrrad verkehrsrechtlich als Kraftfahrzeug einzuordnen (z. B. gelten Elektrofahrräder, deren Motor auch Geschwindigkeiten über 25 Kilometer pro Stunde unterstützt, als Kraftfahrzeuge), ist für die Bewertung des geldwerten Vorteils § 8 Absatz 2 Sätze 2 bis 5 i. V. m. § 6 Absatz 1 Nummer 4 Satz 2 EStG anzuwenden. Dieser Erlass ergeht mit Zustimmung des Bundesministeriums der Finanzen und im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der anderen Länder. Er ist erstmals für das Kalenderjahr 2012 anzuwenden und wird im Bundessteuerblatt Teil I veröffentlicht.

Steuerliche Behandlung der Überlassung von (Elektro-)Fahrrädern
2012-11-23-gleichlautende-erlasse-elektr
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Arbeitnehmer übernimmt Rad nach Ende der Laufzeit - Finanzbehörden sehen 40% Restwert und akzeptieren Versteuerung nach § 37b EStG

Folgende Stellungnahme des OFD Karlsruhe aus dem Juli 2017 hat zu neuen Sichtweisen zum Thema "geldwerter Vorteil" geführt, die entstehen, sollte der Arbeitnehmer sein Rad nach Ende der Leasinglaufzeit vom Händler erstehen.

Stellungnahme OFD Karlsruhe zum Restwert 40% von Elektrofahrrädern
Juli 2017_ODF_Karlsruhe_Stellungnahme_zu
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Des weiteren hat dann im November 2017 das Finanzministerium eine offizielle Stellungnahme herausgegeben, aus der hervorgeht, dass es nun eine klare Regelung für den Fall gibt, dass der Arbeitnehmer das Rad nach Ablauf der Leasinglaufzeit, herauskauft:

2017-11-17-lohnsteuerliche-behandlung-der-ueberlassung-von-elektro-fahrraedern-an-arbeitnehmer-in-leasingfaellen
2017-11-17-lohnsteuerliche-behandlung-de
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Sollte ein Arbeitnehmer also sein Rad für einen Preis von unter 40% des ursprünglichen Kaufpreises vom Händler oder Leasinganbieter erstehen, muss die Differenz zwischen Kaufpreis und 40% als geldwerter Vorteil versteuert werden. Leasinganbieter übernehmen meist die Versteuerung dieser Differenz nach § 37b EStG (Versteuerung durch Dritte), so dass für Arbeitnehmer und Arbeitgeber kein Mehraufwand besteht. Gerne beraten wir Sie, wie Sie mit diesem Thema am besten umgehen.

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