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Specialized Turbo Levo Comp im Vergleich

Unsere beiden Testfahrer ließen die 2020er und 2021er Modelle gegeneinander antreten

Das Specialized Turbo Levo Comp 2020 und 2021 im direkten Vergleich

Die Testfahrer Felix und Simon aus der e-motion e-Bike Welt Ravensburg haben ein 2020 und ein 2021er Specialized Turbo Levo Comp zum Testen zur Verfügung gestellt bekommen und konnten es kaum erwarten, die beiden Premium e-Mountainbikes gegeneinander antreten zu lassen. Noch bevor die erste Testfahrt startete, stand die unausweichliche Frage im Raum: Ist neu auch immer besser? Das galt es herauszufinden. Das Fazit der beiden e-MTB Fans, erfahren Sie hier:

Was sagt die Theorie?

Betrachtet man die Bikes im direkten Vergleich, so haben sich zunächst einige Komponenten verändert: Das aus 2020 bekannte RockShox Fahrwerk macht im neuen Modelljahr Platz für Fox Float 36 Rhythm Gabel und Fox Float DPS Performance Dämpfer. Was der Fahrer merkt? Den Anstieg des Federwegs von 150 mm auf 160 mm. Auch Schaltwerk und Bremsen werden in 2021 ausgetauscht - adieu SRAM, hallo Shimano! 

 

In der Theorie sind wir uns beim Einsatzzweck einig: Auch das neue Bike scheint es laut Datenblatt mit vielfältigen Einsätzen aufnehmen zu können.

Kraftvolle Testfahrt mit Specialized 2.1 Update

Das neue Specialized Turbo Levo Comp im Wald

Ob asphaltierte Straße, Bikepark oder Trails - auf unserer Testfahrt war keine Strecke vor uns sicher. Besonders schön: Unsere Tour führte uns entlang der Schussen. 

 

Der Specialized 2.1 Motor mit der Hardware von Brose hat 700 Wh zu bieten. Auf unserer Teststrecke hat sich schnell bemerkbar gemacht, dass es sich um ein besonders kraftvolles Exemplar handelt, welches irgendwie leiser werkelt, als noch im Jahre zuvor. Sie fragen sich wieso, da der Motor im Vergleich zum Vorjahr schließlich gleich geblieben ist?  Jein, denn Brose wie auch Specialized haben dem Motor ein kleines Update verpasst, welches sich vor allem in Geräuschlosigkeit und verstärkten Riemen bemerkbar macht. 

 

Die 90 Nm machen das Levo Comp zu einem echten Kraftpaket, das im Vergleich zum Vorjahr nun also einfach leiser arbeitet. Der hohe Drehmoment wappnet das Bike nach wie vor für steile Uphill Abenteuer. Während des gesamten Tests hat niemand mit Motorausfällen zu kämpfen gehabt - ein stabiles System für ein stabiles Bike.

Das Fahrgefühl und die Bike-Komponenten

Das Fahrwerk des Levo Comp 2021 fühlt sich in der Premium-Klasse äußerst wohl. Der Fox Float DPS Performance Dämpfer sorgt in 2021 für Performance und Komfort durch eine 3-fach einstellbare Druckstufendämpfung. Die Einfedergeschwindigkeit kann somit an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Der hinzugekommene Zentimeter an Federweg macht sich ebenfalls bemerkbar. Das Bike liegt schön auf der Straße und auf unbefestigten Wegen und bietet eine gute Federeigenschaft.

 

Die Butcher Reifen vorne (29x2,6 Zoll) und Eliminator Reifen hinten (29x2,3 Zoll) sorgen nach wie vor für eine Fahrperformance der besonderen Art. Zum Vorjahr hat sich hier nichts geändert. Auf der Straße wie auch Offroad erweisen sie sich als gute Gewichtsträger und ausgezeichnete Grip-Verleiher. Für uns ist das Bike mit den robusten Reifen daher definitiv auf Enduro-Niveau. Entgegen unserer beider Annahmen, lassen sich beide Bikes schön leicht navigieren und es wird weniger Körpereinsatz benötigt, als zuvor erwartet - auch in extremeren Situationen.

 

Die neuen Shimano Bremsen bezeichnen wir gerne als "bissig", denn sie ziehen gut und sorgen jederzeit zum rechtzeitigen Halten. Aber auch Felix auf dem 2020er Modell kann sich über die Bremsleistung der SRAM nicht beklagen. Beide Räder vermitteln hier absolute Sicherheit in jeder Bikelage.

Die neu verbaute Shimano SLX M7120 Schaltung ist speziell für den Enduro- und Trailbereich gedacht. Knackige Schaltvorgänge stehen hier im Vordergrund. Im Vorjahresvergleich gibt es eine größere Übersetzungsbandbreite. Einziges Manko: Die einzelnen Schaltvorgänge sind etwas lauter.

 

 

Wie gehabt bleiben auch die drei Unterstützungsstufen. Auf dem 21er Levo ging der Trail Modus definitiv als Favorit hervor. Über die Steuereinheit am Lenker lässt sich der gewünschte Modus mit voreingestellten Werten auswählen. Mit der Mission Control App 2.0 lassen sich diese voreingestellten Werte jedoch noch individuell anpassen.

Das Fazit zum neuen Levo e-MTB 2021

Vor allem der Motor hat es uns angetan. Kurzum: Er lässt sich wundervoll fahren und bereitet viel Freude auf allerlei Untergründen und Fahrtwegen. Das Bike hat alle ihm gestellten Herausforderungen mit Bravour gemeistert. Bei beiden Modellen war es die größte Freude, vor allem über schwierige Passagen zu fahren. 

 

Das Preis-Leistungsverhältnis spricht ebenfalls für das neue Modell. Für das, was man hier zahlt, erhält man ein absolutes Premium e-Bike, das auf alle Eventualitäten vorbereitet ist. Ein klarer Sieger geht aus der Gegenüberstellung nicht hervor: Beide Bikes sind Uphill wie auch Downhill, Off- und Onroad, spitze und verlässlich. Wer neben der technischen Ausstattung auch besonderen Wert auf die Optik seines e-MTBs liegt, sollte jedoch sein Augenmerk auf die 2021er Levo Modelle richten. 

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