Testbericht Specialized Turbo Vado 5.0

Das Specialized Turbo Vado 5.0 im Praxistest

Bisher bekannt aus der e-Mountainbike und Rennrad-Szene, hat Specialized mit dem neuen Turbo Vado 5.0 ein sportliches Alltags-Pedelec auf den Markt gebracht. Das Turbo Vado ist konzipiert für den typischen Stadtverkehr und den alltäglichen Gebrauch – deshalb haben wir uns das Pedelec geschnappt und eine 380 Kilometer lange Trekking-Tour von Köln bis nach Trier gestartet, um es auf Herz und Nieren zu testen. Wir sind sehr gespannt, ob das Testbike der Belastung standhält und wie sich das Bike insgesamt schlägt!

 

Eines schonmal vorweg: Trotz abweichender Beschaffenheit der Wege und auch einigen Höhenmetern hat das Specialized Turbo Vado 5.0 eine hervorragende Figur gemacht und uns von vorne bis hinten überzeugt, aber lesen Sie selbst:

Ausstattung und technische Details des Turbo Vado 5.0

Das Specialized Turbo Vado 5.0 lässt sich auf den ersten Blick nicht als klassisches e-Bike identifizieren: Aufgrund der integrierten Kabelführung und dem integrierten Akku wirkt das Gesamtbild äußerst rund und nahezu verwechselbar mit einem herkömmlichen Fahrrad. Auch der Antrieb wurde passend zum Rest des Pedelecs unauffällig in den Rahmen integriert. So ergibt sich ein harmonisch, aufeinander abgestimmtes Gesamtbild. Ein besonderes Highlight ist auch das Turbo Connect Display, aber dazu später noch mehr. 

Das Specialized Turbo Vado 5.0 im Praxistest

Ausgestattet mit der aus dem Mountainbike Bereich bekannten Shimano XT Gangschaltung mit Shadow Plus Technologie haben wir während unserer Fahrt nicht einmal Probleme mit den Schaltvorgängen. Die 11 Gänge der Schaltung reichen für den Gebrauch völlig aus und reagieren schnell und sehr präzise.

Die beim Specialized Turbo Vado 5.0 verbauten Trigger Sport Reflect Reifen haben uns besonders auf asphaltiertem Untergrund überzeugt. Aber auch auf losem Untergrund war der Rollwiderstand durchgehend sehr gering und jede Situation problemlos beherrschbar. 

Das Specialized Turbo Vado 5.0 im Praxistest

Nicht nur Gangschaltung und Reifen haben in ihrer Performance bestochen – auch die 2-Kolbenbremse aus der Shimano Deore XT Reihe und deren Leistung liefen reibungslos und selbst bei starker Beanspruchung und längeren Abfahrten konnten wir sauber und präzise bremsen. Aufgrund seiner Herkunft aus dem e-Mountainbike Bereich besteht der einzige Unterschied zur ursprünglichen Variante darin, dass die Bremshebel größer und somit komfortabler zu bedienen sind. 

Motor und Akku auch für lange Strecken wie gemacht

Das Specialized Turbo Vado 5.0 im Praxistest

Unsere Spannung galt vor allem der Frage, ob das raffinierte Batterie-Energie-Management via der Handy-App MissionControl von Specialized gemeinsam mit dem Brose Motor und dem 604 Wh starken Akku hält, was es verspricht. Immerhin lag ein langer Weg vor uns. Doch diese Skepsis stellte sich glücklicherweise als unbegründet heraus – und so standen wir am Ende einer 85-Kilometer Etappe mit immerhin 450 Höhenmetern immer noch mit 40 km Restreichweite da, was bei einem Zusatzgewicht von 8 Kilogramm Gepäck sehr zufriedenstellend ist.

 

Nicht zuletzt hatten wir das dem Brose Motor von Specialized in der Street-tuned Konfiguration zu verdanken. Der Motor ist sehr drehmomentstark, gleichzeitig aber äußerst geräuscharm. Im Eco Modus entfaltet sich die Unterstützung des Elektromotors sehr sanft und angenehm, wodurch dieser Modus für lange Touren und Citypendler geeignet ist. Positiv überrascht waren wir außerdem von der Leistung des Motors bei langen und schwierigen Anstiegen. Hier hat sich die Motorkraft perfekt an die eigene Tretkraft angepasst, was ebenfalls für ein schnelles Wegkommen, beispielsweise an Ampeln, sehr von Vorteil ist.  Alles in allem ein Motor, welcher sehr sanft arbeitet und ein natürliches Fahrgefühl gewährleistet. 

Neue Features mit der Mission Control App

Das Specialized Turbo Vado 5.0 im Praxistest

Mit Hilfe der Mission Control Smartphone App von Specialized ist es möglich, die automatische Berechnung der Unterstützungsstufen aufgrund der gewünschten Distanz zu berechnen. Man kann also die Strecke, welche man fahren will, in die App eingeben. Diese berechnet dann, wie viel Unterstützung maximal möglich ist, sodass die Akkukapazität für die gesamte Strecke ausreicht. Das verhindert, dass man inmitten einer Tour plötzlich ohne Reichweite dasteht und die restliche Tour ohne Unterstützung des Motors zurücklegen muss. Ein sehr cooles Feature und sicherlich für den ein oder anderen eine große Hilfe. 

Das Fahrgefühl und unser Fazit nach einer langen ausgiebigen e-Bike Tour

Das Specialized Turbo Vado 5.0 im Praxistest

Kommen wir schlussendlich zu einem der wichtigsten Punkte und unserem abschließenden Fazit zum Specialized Turbo Vado 5.0: Das Pedelec erwies sich über den Zeitraum der gesamten Fahrt hin als äußerst flink und leicht zu lenken. Man sitzt sehr gerade im Sattel, was sowohl in der Stadt als auch für längere Touren außerordentlich komfortabel ist. Über die gesamte Strecke hinweg, auf den verschiedensten Untergründen und Gegebenheiten, war die Fahrt sehr entspannt und zu jeder Zeit sicher. Auch bei höheren Geschwindigkeiten hatten wir stets die volle Kontrolle und das Pedelec blieb jederzeit stabil und in seiner Spur.

 

Abschließend kann man sagen, dass das sehr hochwertig ausgestattete Specialized Turbo Vado 5.0 sowohl als sportliches Stadt Pedelec als auch für längere Trekkingtouren geeignet ist. Das Fahrgefühl ist äußerst komfortabel und die auf die eigene Tretleistung abgestimmte Unterstützung macht das Fahren ausgesprochen angenehm und entspannt. Der Motor und der Antrieb arbeiten effizient und das besondere Feature der Mission Control App bietet nochmal eine ganz besondere Art der Routenplanung.