Radfahren ist gesund. Soweit bekannt. Mit einem e-Bike (bzw.Pedelec) gewinnen aber auch diejenigen wieder Freude an diesem Sport, die das Radfahren wegen schwerer Krankheiten schon aufgegeben
hatten.
Das Herz-Kreislauf-System ankurbeln
Mit einem Pedelec haben Wiedereinsteiger ihre Belastung immer unter Kontrolle.
Radfahren bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung. Für Untrainierte, die sanft wieder in den Sport einsteigen möchten, ist das Pedelec ideal. Sobald die persönliche Belastungsgrenze
überschritten wird, lässt man sich vom Motor unterstützen.
Der Blutdruck steigt zwar während des Radfahrens an, langfristig sinkt er aber auf ein niedrigeres Niveau als bei unsportlicher Lebensführung. Das schont das Herz, weil es gegen weniger
Widerstand anpumpen muss. Durch das Training wird der Herzmuskel trainiert und besser durchblutet.
Die Steigerung der Leistungsfähigkeit beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Sport in geeigneter Form verbessert allgemein das persönliche Befinden und wirkt sich positiv auf Herz und
Kreislauf aus.
Auch bei bestehenden Herzerkrankungen kann Ausdauersport, natürlich in Absprache mit dem Arzt, ratsam sein. Als Einstiegssportarten eignen sich auch hier besonders gut die Ausdauersportarten,
weil sich die persönliche Belastung, die Intensität und das Pensum des Trainings sehr gut auf die individuellen Bedürfnisse abstimmen lassen.
Dieses gelingt mit einem Pedelec in idealer Weise, besser noch als mit einem normalen Fahrrad. Und je feiner man die persönliche Belastung dosieren kann, desto sicherer fühlt man sich auch
mit gesundheitlichen Einschränkungen und Erkrankungen beim Sport. Die so gewonnene Lebensfreude ist ein weiterer Motivator, das Radfahren zu "seinem" Sport zu machen.
Dauerhaft Gewicht verlieren mit Radfahren
Die Motivation ist entscheidend beim Abnehmen. Ein Pedelec motiviert.
Regelmäßiges Radfahren lässt die Pfunde schmelzen. Schon mit einer halben Stunde ruhigen Radfahrens täglich werden Muskeln aufgebaut und gleichzeitig das Gewicht langsam reduziert.
Dauerhaft. Ohne die Ernährungsgewohnheiten zu ändern.
Langsames Abnehmen durch moderaten Sport ist gesünder und erfolgversprechender als jede Wunderdiätkur. Schnelles Abnehmen bedeutet noch schnelleres Zunehmen, sobald man mit dem Hungern
aufhört. Und irgendwann kommt dieser Moment. Denn der kurzfristige Erfolg von Schnellkuren basiert weder auf einer Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, noch auf einer Umstellung der
Verhaltensgewohnheiten.
Haben sich aber schon ein Paar Pfunde zuviel auf die Hüften geschlichen, ist es meist sowieso um die Motivation für sportliche Betätigung schlecht bestellt.
Sport ist dann anstrengend, der Kreislauf ist nicht mehr sonderlich belastbar, man gerät schnell aus der Puste. Wenn dann noch die "Profis" an einem vorüberziehen, während man japsend am
Wegesrand steht, sind alle guten Vorsätze schnell vergessen.
Braucht man zu Beginn des Trainings oft Unterstützung, nutzt man den elektronischen Rückenwind eben öfter. Ist man wieder mehr im Training, nutzt man mehr seine wiedererwachte
Muskelkraft. Und die Motivation bleibt, weil es Spaß macht und sich so langsam und fast mühelos kleine Erfolge einstellen.
Mit einem Pedelec kann das nicht passieren. Mit einem Elektrorad bekommt man genau dann Anschwung, wenn man ihn braucht. Damit ist ein Pedelec auch ideal für alle, die nach langer Pause
wieder Sport treiben wollen.
Knieschonend radfahren
Probleme mit den Kniegelenken nehmen zu. Pedelecs schonen die Gelenke.
Ursachen für kaputte Kniegelenke gibt es viele: Bewegungsmangel, Übergewicht, aber auch Sportverletzungen sowie falsche Belastung beim Sport. Zu den knieschonensten Ausdauersportarten gehört
Radfahren.
Durch das Treten in einer festen Bahn kann das Knie nicht verdreht werden. Daher ist Radfahren sogar nach Knie-Operationen gesünder und schmerzfreier als einfaches Gehen. Pedelecs sind für
Rehamaßnahmen nach Gelenkoperationen ideal, da die Überlastung sofort vom Knie genommen werden kann, z.B. wenn während der Fahrt doch Schmerzen auftreten.
In den meisten Fällen sind die Knieschmerzen durch den Abbau der Knorpelschicht verursacht. Ist die Belastung auf das Gelenk zu groß oder zu einseitig, zum Beispiel durch Joggen oder
Übergewicht, wird die Ernährung an den belasteten Stellen des Knorpels verringert oder gestoppt.
In der Folge wird der Knorpel an den belasteten Stellen schwächer und baut sich ab. Das Knie schmerzt. Durch Bewegung des Kniegelenks werden wichtige Mineralien aus der Gelenkschmiere in den
Knorpel transportiert und damit die gesunde "Ernährung" des Kniegelenks in Gang gesetzt.
Kniegelenke bilden keine starre Verbindung zwischen Ober- und Unterschenkelknochen, sondern sind eine Art komplizierte Scharniere, in dem sich die aufeinander treffenden Knochen mit- und
gegeneinander bewegen können.
Langes Stehen und durchgedrückte Beine sind für das Knie genauso belastend wie harter Untergrund. In vielen Sportarten sind schnelle Stopps und häufige Verdrehungen eine große Gefahr für das
Kniegelenk. Auch das harmlos wirkende Joggen verursacht viele Knieprobleme. Selbst beim Laufen bewegt sich das Scharnier "Knie" nicht in einer festen Bahn. Es kann immer nach links und rechts
ausbrechen.
Anders beim Radfahren, dort bewegt sich das Knie in einer festen gleichmäßigen Bahn, die Verdrehungen unmöglich macht. Diese Bewegung ist sogar sehr gesund für die Versorgung des Gelenks mit
Mineralien. Das Knie wird nicht bloß geschont, sondern tatsächlich auch mit neuen Nährstoffen versorgt und kann sich so regenerieren. Und das alles ohne, dass das gesamte Körpergewicht auf
den Beinen lastet.
Pedelecs… als Therapie
Chronische Gelenkentzündungen mit Bewegung in Schach halten
Bei der Therapie von chronischen Gelenkentzündungen ist das Ziel den Krankheitsverlauf zu bremsen. Mit Medikamenten und einem Pedelec hält der Erzähler unserer Geschichte seine Krankheit in
Schach.
Physiotherapie und gelenkschonender Sport wie zum Beispiel Radfahren werden bei Polyarthritis empfohlen. Mit einem Pedelec fällt die notwendige Bewegung trotz Schmerzen besonders leicht, weil
sich die Belastung dosieren lässt. Hier der Tipp unseres Pedelec-Fans:
Ich habe seit 10 Jahren schwere chronische Polyarthritis in beiden Kniegelenken und lebe seit dieser Zeit mit MTX (nur für „Eingeweihte") und Kortison. Darüber hinaus ist wichtig, dass die
bereits eingeschränkte Beweglichkeit der Gelenke durch verschiedenste Übungen erhalten bleibt.
Durch Zufall hatte ich die Möglichkeit ein neues Pedelec zu erproben und war sofort begeistert. Habe ich mich in der Vergangenheit an Tagen mit besonders großen Schmerzen auf einen hohen
Tisch gesetzt und mit den Füssen gebaumelt, so besteige ich heute mein neues Pedelec und fahre 20 - 30 km durch den Wald... ein unbeschreiblicher Anstieg an Freude und Lebensqualität.
Dass ich diese Möglichkeit ebenso an schmerzarmen Tagen genieße, können sicherlich auch gesunde Leute verstehen.....und damit vielleicht sogar einer ähnlichen Krankheit vorbeugen.
Mit einem Pedelec trotz Asthma Sport genießen
Richtig betrieben, kann Sport Asthma-Beschwerden sogar verringern.
Früher wurde Asthma-Patienten geraten, keinen Sport zu treiben. Sie sollten sich schonen. Aber zu viel Schonung ist nicht immer der richtige Weg. Denn Sport stärkt die Lungen.
Viele Asthmatiker bekommen unter körperlicher Belastung schnell Atemnot. Denn im Normalzustand sind die Atemwege feucht und warm, aber während körperlicher Anstrengung kommen große Mengen
trockener und kalter Luft in die Atemwege. Die Atmung ist schneller und tiefer. Dies reizt die Luftwege, die Bronchien verengen sich. Asthmasymptome können auftreten bis hin zu einem schweren
Asthmaanfall. Mediziner nennen das Sport-induziertes Asthma.
Heute wird Asthma-Patienten sogar dringend geraten, Sport zu treiben. Und einige Leistungssportler zeigen, dass mit entsprechender medizinischer Begleitung und geeignetem Training sogar
sportliche Höchstleistungen auch mit der Indikation Asthma möglich sind.
Sportliche Betätigung trainiert nicht nur die Muskeln, sondern auch die Lungenfunktion. Einige Sportarten, wie zum Beispiel Laufen und Joggen setzen die Atemwege aber besonders stark kalter
Luft aus und provozieren damit Asthma.
Für den Einstieg sollten ruhigere Sportarten wie Schwimmen, Yoga oder Radfahren gewählt werden. Sie lösen seltener die gefürchteten Symptome aus.
Radfahren mit einem Pedelec hat den großen Vorteil, dass die Belastung nie zu groß werden kann. Bemerkt man die verdächtigen Pfeifgeräusche, kommt eine Steigung - mit einem Pedelec kann der
Fahrer sofort die Belastung seiner Lungen und seines Kreislaufs reduzieren.
Und trotzdem weiterfahren, mit elektronischer Unterstützung. Damit kommt auch der Spaß nicht zu kurz. Die Deutsche Atemwegsliga empfiehlt ausdrücklich Sportarten, die intervallmäßig angelegt
sind, also alle Sportarten, die keine stete Dauerbelastung bedeuten.
Selbst für völlig unsportliche Asthma-Patienten ist es mit einem Pedelec möglich, langsam und angstfrei wieder eine sportliche Betätigung aufzunehmen. Und damit seine Lungen zu stärken und
langfristig das Asthma in Schach zu halten.
Einfacher als mit einem individuell zuschaltbaren Rückenwind kann man die sportliche Belastung kaum dosieren. Und bei einer Radtour in einer Gruppe, müssen die anderen nicht warten und
zwangspausieren. Braucht ein Fahrer eine Erholungspause, nimmt er "einen Gang raus" und fährt trotzdem weiter mit seiner Gruppe.
Rückenschmerzen vorbeugen
Wer rückengerecht Rad oder Pedelec fährt, stärkt seinen Rücken.
Viele Radsportler klagen über Rückenbeschwerden. Das heißt aber nicht, dass Radfahren grundsätzlich schädlich wäre für den Rücken. Das Gegenteil ist der Fall: Richtiges Radfahren kann
Rückenschmerzen vorbeugen.
Rückenschmerzen entstehen durch falsche und einseitige Belastungen beim Sport oder aber einfach durch zu wenig Bewegung. Durch Fehlbelastung des Rückens nimmt die natürliche Ernährung der
Bandscheibe ab. Die Folge: Die Bandscheibe verändert sich so, dass sie Stöße auf die Wirbelsäule nicht mehr abfedern kann.
Radfahren sorgt aus drei Gründen dafür, dass Rückenprobleme verschwinden können. Beim Radfahren wird durch die körperliche Bewegung die Bandscheibe besser versorgt, und das, ohne gestaucht zu
werden und ohne das gesamte Körpergewicht tragen zu müssen. Die großen Muskelpartien des Rücken werden durch Radfahren trainiert. Und zum dritten werden die einzelnen Wirbelkörper untereinander
erheblich stabilisiert. Hierfür sind die kleinen Muskeln zwischen den Wirbeln zuständig. Diese stützen die Wirbel gegeneinander ab. Beim Radfahren werden also die Muskelgruppen entlang der
Wirbelsäule trainiert und die Federwirkung der Bandscheiben bleibt erhalten.
Wer erst langsam wieder mit dem Radeln anfangen möchte, findet mit einem Pedelec ein Fahrrad, das einen leichten Einstieg in den Sport ermöglicht.