e-Bike Tests

Testfahrer mit e-Bikes

In regelmäßigen Abständen werden e-Bikes von unterschiedlichen Organisationen getestet. Solche e-Bike Tests sollen den Verbraucher informieren über die neusten e-Bikes sowie deren Qualität und Leistungsfähigkeit und somit die Kaufentscheidung erleichtern. Die bekanntesten Tester von e-Bikes sind der unabhängige Verein Extra Energy, Magazine, wie das e-Bike Magazin und Elektrorad, sowie die Stiftung Warentest. Wobei die Stiftung Warentest in der letzten Zeit zunehmend in Verruf geraten ist, wegen intransparenter Testmethoden.

e-Bike Tests von Extra Energy

M1 Erzberg Testsieger im e-Bike Test von Extra Energy

Seit 22 Jahren testet Extra Energy e-Bike Modelle. Seit 2009 werden die Testberichte zusammengefasst in dem Extra Energy Magazin, das in gedruckter Form und online erscheint. Extra Energy ist ein unabhängiger Verein, mit Sitz in Deutschland und Mitgliedern aus Kanada, USA, Japan, Korea, China, Hong Kong, Taiwan, Indien, Türkei, Österreich, Schweiz und Frankreich. Zwei Mal im Jahr testet Extra Energy die neuesten Elektroräder. Ziel dabei ist es, bei der Verbreitung und nachhaltigen Entwicklung von e-Bikes teilzuhaben, sowie die Sicherheits- und Qualitätsstandards von e-Bikes stetig zu verbessern. Der e-Bike Test erfolgt anhand eines Vergleichstests. Das bedeutet, die Bewertung eines e-Bikes ergibt sich damit im Verhältnis zu den aktuell getesteten. Die getesteten e-Bikes werden in Kategorien eingeteilt. Diese Unterteilung soll dem Kunden helfen, das passende e-Bike zu finden. Die Kategorien unterliegen definierten Kriterien und Mindestanforderungen. Alle e-Bikes durchlaufen dabei das gleiche Testverfahren. Mit Messtechnik ausgestattet werden sie von den Testfahrern mindestens einmal auf der Teststrecke gefahren. Die aktuelle Ausgabe Herbst 2014 wurde ergänzt durch einen erweiterten Offroad Pedelec Test, da Offroad Pedelecs immer beliebter werden. Zusätzlich zum Ergonomietest, Fahrtest auf Alltags- und Tourenstrecken, werden diese e-Bikes zusätzlich auf ihre Offroad Eigenschaften getestet.

 

Zu den Testsiegern gehört in der Kategorie Sport Offroad das M1 Erzberg. In der Kategorie Komfort und Classic ist das Giant Prime E+1 der Testsieger. In der Kategorie Rehab überzeugte das Raleigh Dover Ergo

Testverfahren des e-Bike Magazins

e-Bike Teststrecke

Neben Extra Energy testet auch das e-Bike Magazin regelmäßig e-Bikes. Bei den Testverfahren arbeiten sie zusammen mit dem Zedler Institut für Fahrradtechnik und Sicherheit. Gemeinsam haben sie vielfältige Testkriterien und neue Prüfsysteme entwickelt. Sie verfolgen den Anspruch, dass e-Bikes als stimmige Gesamtkonstruktionen auf den Markt kommen müssen und nicht nur als eine Ansammlung von Einzelkomponenten. Jedes Test e-Bike durchläuft einen Laborzyklus, der vier bis fünf Stunden in Anspruch nimmt. Die e-Bikes werden auch in Einzelteile zerlegt, um Erkenntnisse über Wartungs- und Reparaturfreundlichkeit zu gewinnen. Außerdem wird jedes e-Bike von mehreren Testfahrern mehrere Kilometer gefahren. Dabei muss jedes e-Bike Ampelstarts, Flachstrecken und kilometerlange Bergauffahrt und Abfahrt absolvieren. Hinzukommt eine Überprüfung der Geometrie, sowie eine Prüfung der Steifigkeit. Während der Testfahrt werden Leistungsmesspedalen verwendet, wodurch die Trittfrequenz des Fahrers gemessen werden kann. Anhand der gesammelten Daten kann ermittelt werden, wie stark der Antrieb in den unterschiedlichen Stufen ist und in welcher Fahrsituation der Antrieb den Fahrer unterstützt.

Stiftung Warentest – nicht nachvollziehbare Testmethoden

Bosch Akku

Die Stiftung Warentest testet auch regelmäßig e-Bikes. Wobei die Testergebnisse zunehmend in Verruf geraten sind, wegen intransparenter Testmethoden. In diesem Jahr waren die Kritikpunkte Anrisse in der Sattelstütze und im Sattelrohr. Beim Kalkhoff Agattu Impulse 8R HS ist es z.B. im Test zu einem Bruch im Bereich der Sattelstützenklemmung gekommen. Nachtests in unabhängigen Prüfinstituten haben jedoch keine Beanstandungen ergeben. Derby Cycle geht deswegen von nicht repräsentativen und nicht praxisgerechten Einzeltest aus. Dafür spricht auch, dass die Stiftung Warentest bei ihren Test die vollgefederten Sattelstützen blockiert hat und damit ihre Kernfunktion, das Abfedern von Belastungen unterbunden hat. Auch für den Fahrradhersteller Stevens sind die Ergebnisse nicht nachvollziehbar. Bei den e-Bikes von Stevens wurde eine gebrochene Akkuhalterung beanstandet, was angeblich zu Bränden und Explosionen führen könne. Stevens hat daraufhin den Lieferanten Bosch e-Bike Systems befragt. Und der hat versichert, dass die Annahme von Stiftung Warentest schlichtweg falsch sei. In der Herstellung werden die Akkus von Bosch Falltests unterzogen. Grundlage dafür ist die Norm EN62133. Bei dieser Prüfung unterzieht man die vollgeladenen Akkus drei Mal einem Falltest aus einem Meter Höhe auf Beton. Diese Norm erfordert, dass es zu keinen Bränden oder Explosionen kommt. Solange der Akku keine äußerlichen Schäden aufweist, kann er auch weiter verwendet werden. Für Stevens ist dieses Testergebnis deswegen nicht nachvollziehbar, weil baugleiche Akkuhalterungen anderer Hersteller nicht beanstandet wurden.


In solchen Fällen bleibt den interessierten Käufern eines e-Bikes nur der Rat, dass sie sich selbst kritisch mit dem Thema auseinandersetzen, mehrere Quellen befragen und sich ausführlich beim auf e-Bikes spezialisierten Fachhandel beraten lassen.

Fazit:

Die e-Bike Tests sind für Verbraucher immer eine erste Orientierungshilfe, um sich einen Überblick über e-Bikes zu verschaffen. Um das für sich passende e-Bike Modell aus dem Marktangebot herauszufinden, ist es immer noch am wichtigsten, dass Sie mehrere e-Bikes Probe fahren und sich bei einem e-Bike Fachhändler beraten lassen. Wir als e-motion Gruppe verkaufen seit vielen Jahren ausschließlich e-Bikes und können Ihnen gerne unsere Erfahrungen in Sachen Qualität, Sicherheit und Akku-Reichweite für die von uns verkauften e-Bikes weitergeben. 

e-Bike Experten von e-motion