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28

Jul

2014

Stiftung Warentest – gute Testergebnisse für die e-Bikes

e-Bikes von Raleigh

In diesem Jahr schneiden die getesteten e-Bikes beim Test von Stiftung Warentest weitaus besser ab, als im vergangenen Jahr. Dabei sind die besseren Ergebnisse nicht auf geringe Anforderungen, sondern auf bessere e-Bikes zurückzuführen: die e-Bikes haben dickere Lenker, gut abgestimmte hydraulische Bremsen und eingehaltene Funkwerte.

e-Bikes haben gut abgeschnitten

Logo Stiftung Warentest

Drei Modelle von insgesamt zehn haben mit gut abgeschnitten, vier mit befriedigend und drei mit ausreichend. Mit mangelhaft wurde keines der getesteten e-Bikes versehen. Kritikpunkte waren diesmal Anrisse in der Sattelstütze und im Sattelrohr. Diese Mängel stellten aber kein unmittelbares Risiko für e-Bike Fahrer dar. Trotz der insgesamt guten Ergebnisse wurde auch in diesem Jahr wieder Kritik laut an dem Vorgehen der Stiftung Warentest.

Stiftung Warentest: Nicht nachvollziehbare Ergebnisse für einige Hersteller

Raleigh e-Bikes

Für Derby Cycle und Stevens sind die Ergebnisse nicht nachvollziehbar. Von Derby Cycle wurden gleich zwei e-Bikes getestet: das Kalkhoff Agattu Impulse 8R HS und das Raleigh Dover Impulse 8R HS. Beim Kalkhoff Modell ist es im Test zu einem Bruch im Bereich der Sattelstützenklemmung gekommen und beim Raleigh Modell ist die Sattelstütze im Außenrohr angerissen. Nicht nachvollziehbar ist das Ergebnis in diesem Jahr, weil beide e-Bikes bereits im letzten Jahr mit identischem Rahmen und Sattelstütze getestet worden sind und es zu keinen Beanstandungen gekommen ist. Derby Cycle ist von der Qualität seiner e-Bikes überzeugt und gibt ab sofort auf alle 2014 Modelle von Raleigh eine 10 Jahres Garantie auf den Rahmen. Nachtests in unabhängigen Prüfinstituten haben keine Beanstandungen ergeben. Derby Cycle geht deswegen von nicht repräsentativen und nicht praxisgerechten Einzeltests aus. Dafür spricht auch, dass die Stiftung Warentest bei ihren Test die vollgefederten Sattelstützen blockiert hat und damit ihre Kernfunktion, das Abfedern von Belastungen unterbunden hat.

e-Bike Hersteller fordern Überarbeitung der Stiftung Warentest Prüfkriterien

e-Bike Antriebssystem von Bosch

Auch für den Fahrradhersteller Stevens sind die Ergebnisse nicht nachvollziehbar. Bei den e-Bikes von Stevens wurde beanstandet, dass bei den Tests die Akkuhalterung gebrochen ist, was angeblich zu Bränden und Explosionen führen könne. Stevens hat daraufhin den Lieferanten Bosch e-Bike Systems befragt. Und der hat versichert, dass die Annahme von Stiftung Warentest schlichtweg falsch sei. In der Herstellung werden die Akkus von Bosch Falltests unterzogen. Grundlage dafür ist die Norm EN62133. Bei dieser Prüfung unterzieht man die vollgeladenen Akkus drei Mal einem Falltest aus einem Meter Höhe auf Beton. Diese Norm erfordert, dass es zu keinen Bränden oder Explosionen kommt. Solange der Akku keine äußerlichen Schäden aufweist, kann er auch weiter verwendet werden. Für Stevens ist dieses Testergebnis deswegen nicht nachvollziehbar, weil baugleiche Akkuhalterungen anderer Hersteller nicht beanstandet wurden.

 

Beratung beim e-Bikes Spezialisten

Beratung beim e-Bikes Spezialisten

Fazit dieser e-Bike Test ist zwar, dass die aktuellen Test praxisnäher sind als im Vorjahr, aber die Beispiele von Derby Cycle und Stevens zeigen, dass die Prüfkriterien unbedingt weiterentwickelt werden müssen. Solche Ergebnisse sind weder für Hersteller, noch für den Verbraucher nachvollziehbar und tragen letztendlich nur zur Verwirrung und Falschinformation bei.

In solchen Fällen bleibt den interessierten Käufern eines e-Bikes nur der Rat, dass sie sich selbst kritisch mit dem Thema auseinandersetzen, mehrere Quellen befragen und sich ausführlich beim auf e-Bikes spezialisierten Fachhandel beraten lassen.

Als e-Bike Fachhändler stehen wir Ihnen jederzeit rund um das Thema "e-Bike" zur Verfügung.

e-Bike Experten von e-motion

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Kommentare: 2
  • #1

    Fred (Mittwoch, 11 Februar 2015 13:26)

    Der Hauptunterschied liegt wohl eher darin, dass sich diesmal der ADAC nicht beteiligt hat. Das war ja als ob Reemtsma die Tests verschiedener Nikotinpflaster in Auftrag gegeben hätte. Einige Bikes, die auf einmal besser geworden wären, haben sich technisch und strukturell gar nicht weiter entwickelt, wieso dann auf einmal besser?

    Früher habe ich der Stiftung immer getraut, aber seit diesen Test bin ich misstrauisch geworden.

  • #2

    ekaf (Dienstag, 29 September 2015 12:09)

    Bei mir ist vor ca. 3 Monaten (nach 1,5 Jahren) auch der Rahmen am Sattel an einem Black Forest 2013er Modell gerissen. Derby Cycle weigertes sich dies als Garantiefall anzusehen, da ich eine Federsattelstütze genutzt habe und der MTB Rahmen dafür angeblich nicht ausgelegt ist. Aus "Kullanz" wollten sie dann doch einen Neuen schicken, der Umbau geht dann natürlich auf meine Kosten. Das dauerte 3 Monate, jetzt habe ich den falschen bekommen und das Spiel zieht sich hin. Auf Anfragen nach einer Liste für Komponenten die ich verbauen dürfte wird sich ausgeschwiegen. Danke Derby Cycle!